Schlanitzen im Wandel der Zeit

Die Rodung von Schlanitzen im 14. Jhdt.  lässt sich in Zusammenhang mit dem Ausbau eines kleinen Verkehrsstranges von Pontafel über Nassfeld nach Tröpolach, Hermagor bis schließlich nach Salzburg hinaus bringen. Ein späteres Zollregister aus dem Jahre 1501 bezeugt die wirtschaftliche Bedeutung dieser Verkehrsader für Hermagor und Umgebung.

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Ansichtskarte aus den 50er Jahren, H. Hohenwarter

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 Auch die Lage des kunsthistorisch so bedeutsamen Bergkirchleins St. Leonhard (u.a. Schutzpatron für das Vieh) an diesem Übergang nach Pontafel - oft als böser Berg bezeichnet - wird so verständlich.

Am 13. Mai 1342 wird die Ortschaft Schlanitzen erstmals urkundlich erwähnt. In einem Bambergischen Lehensbuch wird schon 1399 die Schlanitzer Alm angeführt. Siedlungsgeografisch betrachtet entsteht Schlanitzen am Reißbrett: nach einem Urbar von 1450 wird das Gebiet  fast geometrisch in vier "Huben" (bäuerliche Besitzeinheiten) unterteilt. Drei der vier Huben werden im Laufe der Zeit nochmals halbiert, sodass man heute sechs halbe und eine ganze Hube  vorfindet  

 In einer Landkarte von 1572 wird Schlanitzen als  "In der Selenicz" bezeichnet. Die Annales Carinthiae von Megiser berichten 1612 von der Salanitzen im Geilthal.

Der Name Schlanitzen darf nicht ausschließlich auf die heutige Ortschaft bezogen werden. Noch um 1650 ist in einer Zeichnung das ganze Gebiet unter der Treßdorfer Alm zwischen Gartnerkofel und Rudnigbach als Salnitzer Wald ausgewiesen. Der Trögelbach heißt Salnitzerbach. Der Name Nassfeld taucht erst 1638 als kleine Ebene im Bereich des früheren Grenzüberganges auf. Mit Schlanitzen ist zu dieser Zeit sowohl der Ort als auch der Übergang noch Pontafel gemeint.

In einer Seelenbeschreibung von 1754 zählt man in Schlanitzen 59 Personen. Nach einer Volkszählung von 1869 wohnen in Schlanitzen 47 Personen  und heute hat die Ortschaft  39 Einwohner.

Am 17. November 1923 wird das Kraftwerk an der Oselitzen in Schlanitzen von einer Genossenschaft, bestehend aus 63 Mitgliedern aus Tröpolach und Schlanitzen, in einer schwierigen Zeit unter Aufbringung aller Kräfte fertiggestellt. Kosten: 1,25 Milliarden Kronen ( Inflation).

Der nach dem 2. Weltkrieg einsetzende Aufschwung macht auch vor dem kleinen Bergdorf Schlanitzen nicht Halt.

 

 Für diesen Kurzinhalt verantwortlich:

Mag. Hans Hohenwarter, Dir. am Gymnasium Hermagor, gebürtiger "Schlanitzer"

Bilder aus vergangenen Tagen

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Die Pferde sind der ganze  Stolz eines jeden Hofes.

Im Bild Familienmitglieder vom Hause  Martin vlg. Irg.

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Familie Käferle vlg. Hauser beim Getreideschnitt.

Im Hintergrund der Hauserhof. 

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 Jausenzeit nach dem Getreideschnitt beim "Irg"

mit Blick über das Gailtal Richtung Hermagor.

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Rike Martin vlg. Jogl inmitten eines blühenden Flachsackers.

Der erste Traktor wird im Jahr 1953 gemeinschaftlich angeschafft.
 

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Peter und Hans Wassertheurer vlg. Koller mit ihren Pferden. Im Hintergrund der Schönauerhof  und die E-Leitung des Oselitzen Kraftwerks.

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Die "Schlanitzer" in den 60er Jahren beim Schwenden in ihrer Alm.

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Heute noch wird auf Tradition sehr großer Wert gelegt. Im Bild die Hochzeitsgesellschaft der Fam. Burgstaller vlg. Zocher beim "Gsperr".  Redner (Schalk) ist  Peter Schaar vlg. Schönauer.

 

 

Mit Beginn des Fremdenverkehrs Ende der 60er Jahre erschließen sich neue Einnahmequellen. Heute präsentieren sich die Höfe als moderne und innovative Betriebe.

 

 

 

Für den Inhalt verantwortlich: Andreas Käferle

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